Jazz und Subgenres von damals bis heute

Jazz

azz ist eine musikalische Tradition sowie ein eigener Stil in der Musik. Der Jazz ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts in afroamerikanischen Sippen, im Süden der Vereinigten Staaten entstanden. Diese afroamerikanischen Sippen oder Gemeinschaften haben sich aus afrikanischen und europäischen Musiktraditionen herausgebildet.
Von der frühen Entwicklung bis in die Gegenwart, hat sich der Jazz im 19. und 20. Jahrhundert in die populäre amerikanischen Musik eingearbeitet. Sein westafrikanischer Stammbaum ist in der Verwendung, Improvisation, Polyrhythmik und Synkopen zu betrachten.
Um 1808 brachte der atlantische Sklavenhandel fast eine halbe Million Afrikaner in die Vereinigten Staaten. Die Sklaven kamen weitgehend aus Westafrika und brachten viele Musiktraditionen mit. Aufwändige Festivals mit afrikanischen Tänzen, Trommeln wurden organisiert, wie z.B. in Kongo oder Congo Square in New Orleans bis 1843. Ebenso gab es ähnliche Zusammenkünften in New England und New York. Afrikanische Musik wurde weitgehend für die Arbeit oder Ritual funktional. Sie enthielt unter Anderem Arbeiterlieder, welche auf dem Feld gesungen und sogar gebrüllt wurden.
In den Anfängen des 19. Jahrhundert begann eine wachsende Anzahl von schwarzen Musikern europäische Instrumente zu lernen (insbesondere Gige), welche sie zum Beipiel für den "Cakewalk" (engl.: „Kreideliniengang") benutzten. Louis Moreau Gottschalk hatte sich den "afro-amerikanischen Cakewalk", sowie anderen Melodien aus Südamerika und der Karibik "angeeignet" und sie als Piano-Salonmusik eingeführt.
Ein weiterer Einfluss kam von schwarzen Sklaven, die den Stil, als auch die harmonischen Hymnen gelernt hatten und sie dann in ihrer eigenen Musik Spirituals nannten.
Die afrikanische Tradition hatte jedoch noch kein europäische Konzept oder Harmonien. Rhythmus wurde von afrikanischen Sprachmustern reflektiert. Die afrikanischen Verwendung von Pentatonik ergab "blue notes" in Blues und Jazz. Die Ursprünge des Blues sind nicht genau dokumentiert, obwohl die Spirituals als das säkulare Gegenstück gesehen werden kann.
Das Wort "Jazz" (in frühen Jahren auch "Jass") wurde erstmals an der "West Coast" als eine umgangssprachliche Bezeichnung eingesetzt. Ungefähr 1915 war die Bezeichnung auch in Chicago bekannt.

In den Anfängen des 20. Jahrhundert hatten sich im Jazz eine Vielzahl von Subgenres herauskristallisiert, welche natürlich heute noch auf der Welt gespielt werden.
Dazu gehören der "New Orleans Dixieland" aus den frühen 1910er Jahren, der "Big Band Swing" aus den 1930er und 1940er Jahren, "Bebop" (Mitte der 1940er-Jahre), eine Vielzahl von "Latin-Jazz" Fusionen, sowie der afro-kubanische und brasilianische Jazz, der "Free Jazz" aus den 1950er und 1960er Jahren, die Jazz-Fusion aus den 1970er Jahren und der "Acid-Jazz" aus den 1980er Jahren, welcher Funk und Hip-Hop Elemente birgt. Der "Nujazz" aus den 1990er Jahren ist eines der zuletzt enstanden "Subgenres" des Jazz.